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VW-Sparte Everllence: Vorläufige Gebote erreichen 9,4 Milliarden Dollar

Brookfield, CVC und Blackstone zählen zu den Bietern für den Dieselmotoren-Hersteller.

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VW-Sparte Everllence: Vorläufige Gebote erreichen 9,4 Milliarden Dollar

Volkswagen erhält für seine Motorensparte Everllence vorläufige Gebote in Höhe von rund 9,4 Milliarden US-Dollar. Das berichten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen übereinstimmend. Damit liegen die Offerten deutlich über den Schätzungen der Deutschen Bank, die den Geschäftsbereich im Dezember auf Basis durchschnittlicher Multiplikatoren für Investitionsgüter zwischen 5 und 7 Milliarden Euro bewertet hatte.

Zu den Bietern gehören namhafte Private-Equity-Gesellschaften wie Brookfield, CVC und Blackstone. Laut zwei der Quellen suchen diese Investoren gezielt nach Industrieunternehmen, bei denen kaum mit Disruption durch Künstliche Intelligenz zu rechnen ist. Auch der japanische Dieselmotorenhersteller Yanmar hat demnach ein Gebot abgegeben. Bloomberg berichtete zudem, dass die Finanzinvestoren EQT, Bain und Advent im Prozess fortgeschritten seien.

Volkswagen hatte die Parteien Mitte Februar zur Abgabe von Geboten aufgefordert und einige von ihnen kürzlich über den Einzug in die zweite Runde informiert. Verbindliche Angebote werden einer der Quellen zufolge innerhalb der nächsten sechs Wochen erwartet. VW selbst lehnte eine Stellungnahme ab und hatte zuvor lediglich erklärt, strategische Optionen für den Geschäftsbereich zu prüfen.

Porsche SE als möglicher Mitinvestor

Die Porsche SE, die Holdinggesellschaft der Familien Porsche und Piëch und größter VW-Aktionär, erwägt einer Meldung der Financial Times vom Oktober zufolge ebenfalls eine Investition in Everllence. Auch Porsche SE lehnte gegenüber Reuters eine Stellungnahme ab. VW plant, eine Beteiligung zwischen 30 und 40 Prozent an dem Unternehmen zu behalten, und strebt laut einer der Quellen danach, den richtigen Partner für das weitere Wachstum zu finden.

Everllence, ehemals MAN Energy Solutions, stellt Schiffsmotoren und Wärmepumpen her. Ein Verkauf würde zu den größten Carve-outs eines europäischen Unternehmens in diesem Jahr zählen. Der Trend zur Portfolio-Bereinigung bei Großkonzernen schafft dabei einen stetigen Zufluss hochwertiger, nicht zum Kerngeschäft gehörender Vermögenswerte für Buyout-Fonds.

Für Volkswagen käme die Transaktion zu einem schwierigen Zeitpunkt: Der Konzern kämpft mit hohen Zöllen, verschärftem Wettbewerb durch chinesische Hersteller und dem kostspieligen Übergang zur Elektromobilität. Eine Veräußerung von Everllence würde es dem Wolfsburger Konzern ermöglichen, sich stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren und gleichzeitig erhebliche Mittel freizusetzen.

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