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Elon Musk muss wegen Twitter-Übernahme vor Gericht aussagen

Am Mittwoch erscheint Musk vor einem Bundesgericht in San Francisco – wegen zivilrechtlichem Wertpapierbetrug.

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Elon Musk muss wegen Twitter-Übernahme vor Gericht aussagen

Elon Musk steht vor einer bedeutenden rechtlichen Bewährungsprobe: Der reichste Mensch der Welt muss sich vor einem Bundesgericht in San Francisco gegen Vorwürfe des zivilrechtlichen Wertpapierbetrugs im Zusammenhang mit seinem 44-Milliarden-Dollar-Kauf von Twitter verteidigen. Die Sammelklage wurde im Oktober 2022 von Twitter-Aktionären eingereicht, nachdem Musk das soziale Netzwerk schließlich für 54,20 Dollar je Aktie übernommen hatte.

Die Kläger werfen Musk vor, systematisch den Twitter-Aktienkurs gedrückt zu haben, um den Vorstand unter Druck zu setzen, das Unternehmen zu einem niedrigeren Preis zu verkaufen. Sie behaupten, vorzeitig zu Kursen unterhalb des Übernahmepreises von 54,20 Dollar verkauft zu haben, weil sie glaubten, das Geschäft werde scheitern. Musks Anwälte hingegen betonen, ihr Mandant habe zu keinem Zeitpunkt die Absicht gehabt, Twitter oder dessen Investoren zu schaden.

Hintergrund: Monatelange Kehrtwenden und Rechtsstreitigkeiten

Die Auseinandersetzung hat eine lange Vorgeschichte. Im April 2022 hatte Musk zunächst eine Beteiligung von 9,1 Prozent an Twitter bekannt gegeben, bevor er kurz darauf ein Übernahmegebot abgab. Anschließend nutzte er sein reichweitenstarkes Twitter-Konto sowie Medienauftritte, um Kritik an Bots, Spam und Fake-Accounts auf der Plattform zu üben – und drohte, das Geschäft auf Eis zu legen.

Daraufhin klagte Twitter den Milliardär vor dem Delaware Court of Chancery, um ihn zur Einhaltung des vereinbarten Preises zu zwingen. Musk lenkte schließlich ein, legte den Rechtsstreit bei und schloss die Übernahme Ende 2022 ab. Separat wirft auch die US-Börsenaufsicht SEC Musk vor, seine wachsende Twitter-Beteiligung nicht fristgerecht offengelegt zu haben.

Mögliche Konsequenzen und Milliardenimperium auf dem Spiel

Eine Niederlage vor Gericht könnte Musk dazu zwingen, ehemaligen Twitter-Aktionären ihre gemeldeten Verluste zu erstatten. Zudem könnte das Urteil den Ausgang weiterer verwandter Klagen beeinflussen – ein erhebliches finanzielles Risiko für den Unternehmer.

Seit der Übernahme hat Musk Twitter in X umbenannt, die Plattform mit seinem KI-Startup xAI fusioniert und dieses anschließend mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX zusammengeführt. Das kombinierte Konglomerat – zu dem auch der Satellitenanbieter Starlink gehört – wird von privaten Investoren mittlerweile mit rund 1,25 Billionen Dollar bewertet. Als nächsten Schritt plant Musk offenbar den Börsengang von SpaceX, der ein Rekord-IPO werden könnte. Doch zunächst muss er die juristische Vergangenheit aufarbeiten.

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