KKR plant Verkauf von Rechenzentrumskühler CoolIT für drei Milliarden Dollar
Der US-Finanzinvestor KKR erwägt offenbar den Verkauf des Flüssigkühlspezialisten CoolIT Systems zu einer Bewertung von über drei Milliarden Dollar.

Die Private-Equity-Gesellschaft KKR prüft einem Bericht der Financial Times zufolge den Verkauf von CoolIT Systems. Der auf Rechenzentrumskühlung spezialisierte Anbieter könnte dabei mit mehr als drei Milliarden US-Dollar bewertet werden. KKR hatte das Unternehmen erst 2023 übernommen.
Der potenzielle Deal befindet sich noch in einem frühen Stadium, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen der Financial Times mitteilten. Eine Transaktion sei nicht garantiert, jedoch seien bereits mehrere potenzielle Käufer identifiziert worden. Weder KKR noch CoolIT Systems äußerten sich zunächst zu den Berichten.
CoolIT Systems entwickelt und produziert Flüssigkühltechnologien für KI- und Computersysteme im großen Maßstab. Diese Technologie gewinnt rasant an Bedeutung, da leistungsstarke KI- und Cloud-Server enorme Wärmemengen erzeugen, die herkömmliche Luftkühlsysteme an ihre Grenzen bringen. Flüssigkühlung gilt als deutlich effizienter und ist für moderne Hochleistungsrechenzentren kaum noch verzichtbar.
Boomende Nachfrage nach Rechenzentrums-Infrastruktur
Die globale Expansion der Rechenzentrumsbranche treibt eine Welle von Übernahmen und Investitionen an. Technologiekonzerne und Cloud-Anbieter investieren Milliarden in den Ausbau ihrer Infrastruktur, um der steigenden Nachfrage nach KI-Rechenleistung gerecht zu werden. Davon profitieren Zulieferer wie CoolIT, deren Spezialtechnologien unverzichtbar für den Betrieb moderner Datenzentren sind.
Für KKR wäre ein erfolgreicher Verkauf von CoolIT ein lukrativer Exit nach nur rund zwei Jahren Haltedauer. Private-Equity-Investoren setzen zunehmend auf Infrastruktur rund um künstliche Intelligenz als attraktives Renditesegment. Reuters konnte den Bericht der Financial Times bislang nicht unabhängig bestätigen.
