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New Jersey verschärft Hanf-THC-Regeln und schützt Cannabis-Fachhandel

Ab November dürfen berauschende Hanfprodukte in New Jersey nur noch in lizenzierten Cannabis-Fachgeschäften verkauft werden.

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New Jersey verschärft Hanf-THC-Regeln und schützt Cannabis-Fachhandel

New Jersey zieht die Zügel beim Hanfmarkt deutlich an. Gouverneurin Mikie Sherrill unterzeichnete am 30. März ein Gesetz, das den Verkauf sämtlicher Hanf-THC-Produkte – darunter auch beliebte THC-Getränke – ab dem 13. November ausschließlich auf staatlich lizenzierte Cannabis-Einzelhändler beschränkt. Spirituosengeschäfte und andere Händler haben damit noch bis November Zeit, ihre Bestände abzuverkaufen.

Das neue Gesetz verbietet zudem den Online-Verkauf berauschender Hanfprodukte sowie den Vertrieb über Verkaufsautomaten. Auch der Verkauf an Personen unter 21 Jahren ist ausdrücklich untersagt. New Jersey folgt damit einem bundesweiten Trend: Ähnliche Regelungen wurden auch auf Bundesebene durch ein im November von Präsident Donald Trump unterzeichnetes Haushaltsgesetz angestoßen, das ein weitgehendes Verbot von Hanf-Cannabinoid-Produkten ab November vorsieht.

Neue Grenzwerte für THC-Getränke

Bereits ab dem 31. Mai gelten in New Jersey strenge Grenzwerte für Hanf-THC-Getränke. Pro Portion sind maximal 5 Milligramm THC erlaubt, pro Behälter maximal 10 Milligramm THC. Zusätzlich müssen die Getränke von einem akkreditierten Labor getestet werden, das über eine Lizenz der US-Drogenvollzugsbehörde DEA verfügt.

Für den Alkohol-Einzelhandel gelten Übergangsregeln: Inhaber von Alkohol- und Cannabislizenzen dürfen berauschende Hanfgetränke weiterhin verkaufen, sofern sie strenge Verpackungsbeschränkungen einhalten – darunter ein maximales Behältervolumen von 750 Millilitern. An Kiosken oder Tankstellen sind THC-Produkte nach dem neuen Gesetz jedoch nicht zulässig. Nach Ablauf der November-Frist müssen Alkohol-Einzelhändler die entsprechenden Produkte vollständig aus ihren Regalen entfernen.

Neue Definition: Was gilt als Hanf?

Das Gesetz definiert ab dem 13. April neu, was in New Jersey als „Hanf" gilt. Ein „aus Hanf gewonnenes Cannabinoid-Produkt" ist demnach auf Blüten oder Produkte beschränkt, die weniger als 0,4 Milligramm THC pro Behälter oder einen Gesamt-THC-Gehalt von maximal 0,3 Prozent aufweisen. Alles, was diese Grenzen überschreitet, wird künftig rechtlich wie Cannabis behandelt.

Ebenfalls mit Wirkung zum 13. April sind fast alle Delta-8-THC-Produkte sowie Produkte mit sogenannten „neuartigen Cannabinoiden", die durch chemische Synthese gewonnen wurden, verboten. Das Gesetz untersagt ausdrücklich die „Herstellung, den Verkauf oder den Vertrieb von Cannabinoiden, die unter Verwendung eines chemischen Prozesses synthetisiert wurden".

Hintergrund: Der unregulierten Hanfmarkt unter Druck

Das neue Gesetz in New Jersey ist Teil einer breiteren Bewegung in den USA, den weitgehend unregulierten Hanfmarkt zu regulieren, der infolge der sogenannten „Farm Bill" von 2018 entstanden ist. Dieses Bundesgesetz hatte Hanf mit einem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent legalisiert und damit unbeabsichtigt eine Grauzone für THC-haltige Produkte geschaffen, die in normalen Supermärkten, Tankstellen und Online-Shops verkauft wurden.

Befürworter der neuen Regelungen argumentieren, dass die Hanf-Beschränkungen Verbraucher – insbesondere Kinder – schützen. Gleichzeitig könnten sie die regulierte Cannabisindustrie stärken, da der Verkauf künftig auf lizenzierte Fachgeschäfte konzentriert wird. Ab November übernimmt die Cannabis-Regulierungsbehörde des Bundesstaates (Cannabis Regulatory Commission) die Aufsicht und behandelt berauschenden Hanf wie herkömmliche Marihuana-Produkte. Das Gesetz lockert dabei weder die bestehenden Marihuana-Vorschriften noch erlaubt es den privaten Eigenanbau der Pflanze.

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