Paramount und WBD fusionieren: HBO Max und Paramount+ werden eins
Nach der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery sollen beide Streamingdienste zu einer einzigen Plattform zusammenwachsen.

Paramount-CEO David Ellison hat am Montag in einer Telefonkonferenz bestätigt: Sollten die Regulierungsbehörden der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance zustimmen, werden Paramount+ und HBO Max zu einem einzigen Streamingdienst zusammengeführt. Details zur Preisgestaltung oder zum Namen des kombinierten Dienstes nannte Ellison dabei noch nicht. Eines stellte er jedoch klar: Die Marke HBO bleibt erhalten.
Laut einer mit den Plänen vertrauten Person soll HBO als Untermarke innerhalb des größeren Dienstes fungieren. HBO wird derzeit von Casey Bloys geleitet, dessen Vertrag im Jahr 2027 ausläuft. Bloys selbst lehnte eine Stellungnahme zu den Plänen ab.
Starkes Sportpaket als Trumpfkarte
Ein besonderes Augenmerk legten die Paramount-Führungskräfte auf das kombinierte Sportangebot des neuen Dienstes. TNT Sports und CBS Sports würden zusammengeführt und ein breites Portfolio abdecken – darunter March Madness, NFL, MLB, NHL, Nascar, die French Open, The Masters sowie College-Football. Kartellrechtliche Bedenken seitens der Regulierungsbehörden habe man bislang nicht signalisiert bekommen, so die Unternehmensvertreter.
Für deutsche Zuschauer ist das Sportangebot besonders relevant: Die NFL und die French Open erfreuen sich auch hierzulande wachsender Beliebtheit, und ein gebündeltes Angebot könnte die Attraktivität des neuen Dienstes im europäischen Markt steigern.
HBO mit wechselvoller Streaming-Geschichte
Die Marke HBO blickt auf eine bewegte Geschichte im Streaming zurück. Time Warner startete HBO Go bereits 2010 als erste Streaming-Option. 2015 folgte HBO Now, das erstmals einen Zugang außerhalb des Kabelfernsehpakets ermöglichte. Nach der Fusion von WarnerMedia mit Discovery benannte CEO David Zaslav den Dienst in Max um – um die Integration von Discovery-Inhalten zu betonen.
Diese Entscheidung wurde jedoch revidiert: Im vergangenen Jahr kehrten Zaslav und Bloys zum Namen HBO Max zurück, um die Programmstärke der HBO-Marke wieder in den Vordergrund zu rücken. Wie der neue kombinierte Dienst letztlich heißen wird, bleibt vorerst offen.
