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Umfrage belegt: Immer mehr Konsumenten ersetzen Alkohol durch Cannabis

Eine NuggMD-Umfrage zeigt: Zwei Drittel der Cannabiskonsumenten haben ihren Alkoholkonsum durch Cannabis ersetzt oder reduziert. Für Anleger der Cannabis-Branche untermauert dies das disruptive Potenzial des Sektors gegenüber der etablierten Alkoholindust

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Umfrage belegt: Immer mehr Konsumenten ersetzen Alkohol durch Cannabis

Eine aktuelle Erhebung der Telemedizin-Plattform NuggMD aus dem Cannabis-Sektor offenbart einen beachtlichen Trend: Ein Großteil der Cannabiskonsumenten berichtet, den Griff zur Flasche entweder komplett aufgegeben oder spürbar eingeschränkt zu haben. Veröffentlicht wurde die Studie passend zum „Sober October" – jenem Monat, in dem sich traditionell viele Menschen dem bewussten Alkoholverzicht widmen.

Im Detail gaben 31,5 Prozent der Teilnehmer an, Alkohol „vollständig durch Cannabis ersetzt" zu haben. Weitere 25,8 Prozent erklärten, Marihuana habe ihren Alkoholkonsum „stark reduziert", während 8,5 Prozent immerhin eine „etwas reduzierte" Menge vermeldeten. Zusammengenommen ergibt sich daraus ein Anteil von 65,8 Prozent – also nahezu zwei Drittel aller Cannabiskonsumenten –, die ihren Alkoholkonsum dank Cannabis entweder gänzlich aufgegeben oder zumindest verringert haben.

Dem gegenüber steht ein Anteil von 9,8 Prozent, bei denen Cannabis „keine Veränderung meines Alkoholkonsums" bewirkt habe. Ein gestiegenes Trinkverhalten konstatierte lediglich eine kleine Minderheit: 2,1 Prozent berichteten von einer „etwas erhöhten" und 2,7 Prozent von einer „stark erhöhten" Aufnahme.

Hintergründe zur Datenerhebung

Grundlage der Untersuchung bilden Befragungen einer repräsentativen Stichprobe von 1.005 Cannabiskonsumenten aus Bundesstaaten mit legalisiertem Markt. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich vom 24. bis 26. September, wobei die Fehlertoleranz bei plus/minus 3,09 Prozentpunkten liegt. Die Resultate fügen sich ein in eine zunehmende Zahl von Marktbeobachtungen und Studien, die auf das disruptive Potenzial des Cannabis-Sektors gegenüber der Alkoholbranche hindeuten.

Bereits eine im August veröffentlichte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Nutzer THC-haltiger Getränke letztlich weniger Alkohol konsumiert. Zwei Drittel der Probanden (65 Prozent) gaben an, während des Untersuchungszeitraums bei paralleler Einnahme von THC-Getränken weniger Alkohol getrunken zu haben. 56 Prozent äußerten die Bereitschaft, Cannabis-Getränke „als regelmäßigen Ersatz für Alkohol" einzusetzen. 53 Prozent meldeten ein reduziertes Alkoholverlangen, und 47 Prozent zogen das getestete THC-Getränk ihrem gewohnten alkoholischen Getränk inzwischen vor.

Jüngere Zielgruppen bevorzugen THC-Getränke

Eine weitere, im Vorjahr publizierte Untersuchung zeigte, dass vier von fünf erwachsenen Konsumenten cannabisinfundierter Getränke ihre Alkoholmenge gesenkt haben – mehr als ein Fünftel verzichtete sogar vollständig darauf. Diese Erkenntnisse wurden kurz nach einem bemerkenswerten Schritt bekannt: Erstmals hatte eine führende Interessenvertretung der Alkoholindustrie ein Unternehmen mit THC-haltigen Getränken in ihre Mitgliederliste aufgenommen – ein weiteres Indiz für den stattfindenden kulturellen Wandel.

Besonders ausgeprägt zeigt sich die Entwicklung bei der jüngeren Generation. Einer Erhebung unter 1.000 jungen Berufstätigen zufolge greift jeder dritte Angehörige der Millennials und der Generation Z bei After-Work-Aktivitäten wie Happy Hours lieber zu THC-Getränken als zu alkoholischen Drinks. Eine weitere Studie aus dem Vorjahr belegte zudem, dass eine Mehrheit der Amerikaner Marihuana als „gesündere Option" gegenüber Alkohol einstuft. Darüber hinaus rechnet ein Großteil der Befragten damit, dass Cannabis innerhalb der nächsten fünf Jahre in sämtlichen 50 Bundesstaaten legal sein wird.

Für Anleger, die sich auf dem deutschen Markt mit Cannabis-Aktien beschäftigen, sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung, da sie das Wachstumspotenzial des Sektors eindrucksvoll untermauern – und gleichzeitig auf mögliche Verwerfungen in der etablierten Alkoholbranche hindeuten. Die vorliegenden Zahlen legen nahe, dass sich das Konsumverhalten vor allem bei jüngeren Zielgruppen nachhaltig verschiebt, was langfristig sowohl Chancen als auch Risiken für beide Industriezweige mit sich bringt.

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